Italiano

Aus gegebenem Anlass schreibe ich nun doch mal über den Itaiener. Was für ein Typ.

Ich war wieder einmal unterwegs und sehnte mich nach sexueller Nähe. Nicht so schwer zu bekommen in meiner Stadt, noch dazu als Frau. Also ging ich in den Club meines Vertrauens, sagte dem Türsteher er möge bitte ein Auge auf meine Handtasche haben, da ich sowieso gleich wieder gehen würde – mit einem Kerl an meiner Seite. Der Türsteher kennt mich, so das dies also kein Problem darstellte. Ich ging auf die Tanzfläche, schaute mich nach allen Seiten um und entdeckte das Objekt (oder muss man in diesem Fall „Subjekt“ sagen?) meiner Begierde. Ein großer, männlicher Typ. Dunkelhaarig und gut aussehend. Er verstand kaum deutsch und auch sein english war, nun ja, gewöhnungsbedürftig. Jedoch war mir das ganz recht, schließlich wollte ich ja nicht mit ihm über unsere gemeinsame Zukunft sprechen. 10 Minuten später knutschten wir und ich bugsierte ihn nach draußen in ein Taxi. Natürlich nachdem ich mich freundlich bei dem Türsteher bedankt und meine Handtasche abgeholt hatte.

Bei ihm angekommen kam das übliche Rumgemache, Geficke etc. Wirklich nicht der Rede wert, er war einfallslos, langweilig. Am nächsten Morgen wachte ich auf mit dem Gefühl, das sich da doch tatsächlich jemand an mich rankuschelte. Er wollte KUSCHELN und dann noch eine Runde Sex einlegen. Ich wand mich heraus indem ich ihm sagte, ich müsse dringend zur Arbeit. Das war noch nicht mal gelogen. Er hingegen wollte mir noch Pasta á la Mama kredenzen, was ich höflich ablehnte. Ein Muttersohn – wieviel mehr Klischee kann eine Frau morgens eigentlich vertragen? Er bat mich um eine Handynummer und hier nun unterlief mir ein grober Fehler. Ich kann mit Zahlen nicht besonders gut umgehen, muss also immer meine richtige Nummer rausgeben, vertausche dann aber die letzten zwei Ziffern. An diesem Morgen fiel mir meine private Nummer nicht ein, so das meine Handynummer von der Arbeit herhalten musste.

Nur drei Stunden später klingelte mein Handy an das ich zum Glück ranging, weil ich es auf lautlos gestellt hatte. Der Italiener hinterließ eine Nachricht, wie schön es gewesen sei und noch etliches mehr, was ich nicht verstand. Wieder einmal hat mich meine Mathe-Legasthenie erwischt. Ich habe es noch nicht mal geschafft zwei Zifern zu vertauschen!

Die nächsten paar Tage rief er immer mal wieder an. Ich sagte ihm freundlich aber bestimmt, das ich leider, leider keine Zeit oder Lust auf weitere Treffen mit ihm hatte.

Leider leben wir in Zeiten von google und da er meine Arbeitsnummer hatte war es für ihn ein leichtes meine Nummer zu googeln, so rauszubekommen, wo ich arbeite. Er rief in meiner Firma an (!!) und fragte nach meiner email Adresse. Mein Büro wunderte sich nicht, die dachten das er sich bei mir um einen Job bewerben wolle. Noch ein paar Tage später erhielt ich eine email. Die ging in etwa so: „Ciao, ich habe versucht zu erreichen dich oft. Du bist gemein. Wir hatten Sex. Und nun? Du bist ein böses Mädchen weil Du nicht melden dich. Und du weißt, was passiert mit böse Mädchen, sie kommen in die Hölle!“ So, da war also ein weiteres Klischee erfüllt – das des katholischen Italieners. Ich war fassunglos. Ich schickte ihm keine Antwort. Nun wußte er aber, wo ich arbeitete und so hatte ich wochenlang Angst, er würde mich einfach bei der Arbeit abfangen. Tat er dann zum Glück doch nicht. Vielleicht hat seine Mitbewohnerin mit ihm geredet, ich weiß es nicht.

Mal ehrlich Leute. Ich weiß, ich war nicht sehr nett, es war nicht die feine englische Art von mir, dennoch: Es war doch wohl klar, das es sich nur um einen One-Night Stand handelte. Spätestens, nachdem ich seine Pasta á la Mama ausschlug hätten bei ihm doch die Alarmglocken läuten müssen. Außerdem: ich kam in den Club und griff ihn mir. Wir redeten kaum (was nicht nur an der Sprachbarriere lag…) und zogen nach 10 Minuten gemeinsam ab. Glaubte er wirklich, das wir jetzt daten würden? Das ich ein ernsthaftes Interesse an gemeinsamen Kindern hatte?

Nun ja. Die Geschichte ging nochmal gut aus, ich habe viel mit meiner Freundin darüber gelacht und derzeit wird mir so etwas nicht passieren, da ich ja gerade den besten Sex der Welt erlebe – mit meinem Meister 😉

~ von sexcapaden - Juli 2, 2012.

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