Der Meister und seine Königin

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ja über den Italiener schreiben, jedoch fehlt mir jegliche Lust dazu.

Ich bin heute Abend wieder mit dem Mann verabredet, auf den ich dann doch wohl (rein sexuell gesehen zumindest) mein ganzes Leben lang gewartet habe. Da ich ihn in der Zwischenzeit schon wieder häufiger gesehen habe finde ich, das es an der Zeit ist, ein paar mehr Episoden mit Euch zu teilen.

Ich gehöre nur ihm. Er ist mein Meister, mein Lehrer und ich folge all seinen Befehlen. Doch ist da noch etwas ganz anderes. Er ist ein Gentleman. Holt mich immer vom Bahnhof ab, bringt mich zurück oder fährt mich mit dem Auto nach Hause. Er hört mir zu und erfährt so sogar meine Wünsche, die ich gar nicht genau auszudrücken vermag. Wenn ich ihn dann das nächste Mal sehe, war er schon im Sex Shop einkaufen und hält weitere Überraschungen für mich, für uns bereit. Er spürt, wenn ich angespannt bin, weil ich eine harte Arbeitswoche (oder Feierwoche) hinter mir habe und sorgt erstmal dafür, das ich ganz bei ihm ankomme und mich entspanne. Wir trinken ein Glas Rotwein und unterhalten uns über die Geschehnisse in der Zwischenzeit. Wir reden über unseren Sex und loten so gemeinsam aus, wohin uns unsere weitere Reise noch führen wird. Er ist weitaus erfahrener im BDSM / Roleplay  Bereich so dass ich mich anfangs etwas unbeholfen gefühlt habe. Jetzt jedoch stellt sich heraus, das ich ihm unbewusst einen Wunsch erfüllt habe.

Ich sagte ihm einmal, das ich Lust hätte im Analbereich etwas mehr zu experimentieren, das ich Wasserspiele mag. Einfach so, in einem Nebensatz. Beim letzten Mal holte er dann doch echt eine Analdusche raus die er besorgt hatte und wir vergnügten uns damit in der Dusche und im Bad. Er wollte meinen Arsch sauber machen, was ihm auch gelang. Er füllte meinen Arsch in der Dusche mit Wasser, während ich vor ihm kniete. Dann sollte ich aufstehen, die Dusche verlassen und ins Bad „aufs Töpfchen“ gehen. Ich durfte nicht einen Tropfen Wasser verlieren, während meines Weges, sonst würde ich bestraft. Eine Aufgabe, die mir schwer viel zu erfüllen…Ich saß vor ihm auf dem Töpfchen und durfte dennoch nicht laufen lassen. Erst als er mir das OK gab. Als ich dachte, ich sei fertig, half er mir hoch, lotste mich zurück ins Wohnzimmer, lehnte mich über einen Tisch und fickte meinen Arsch. Leider hat das nicht so gut funktioniert wie gedacht, da sich doch noch viel Wasser in mir befand. Wir haben also gemeinsam etwas gelernt: Das dauert, bis das Wasser da wieder raus kommt! Ich sah mich also gezwungen „Stop“ zu sagen – das Zeichen für ihn sofort aufzuhören, mich von meinen Fesseln zu befreien, in den Arm zu nehmen und wieder in der Realität anzukommen.

Er hat natürlich auch ein Halsband extra für mich gekauft, weil er weiß, das ich es gerne eng um meinen Hals habe. Das Schöne ist, das die meisten Dinge die er besorgt nicht schnöde schwarz sind, wie ja sonst in der BDSM Szene üblich, sondern ein schönes Pink aufweisen. So wirkt das Ganze wesentlich softer und nicht so martialisch. Obwohl ich die Sachen offensichtlich nur dann sehe, wenn er sie mir wieder abnimmt und wir eine Pause machen… 😉

Ich kniete auf dem Boden seines Wohnzimmers. Ich trug ein kurzes Kleid mit halterlosen Netzstrümpfen. Ohne Slip versteht sich. Ich hockte dort, mit dem Kopf ganz tief zwischen meinen Beinen. Ich war gefesselt und konnte nicht sehen, wo er sich befand. Ich hörte, wie er den Raum verließ. Ich roch, wie nach einiger Zeit ein Duft aus der Küche herüberströmte – Pfannkuchen? Ich bekam es mit der Angst zu tun denn mir wurde bewusst, das ich genau diesen Crepe bald ohne Hände würde vom Teller essen müssen. Für mich eine der größten Erniedrigungen, was er auch wusste. Die ganze Zeit jedoch, die ich dort hockte und auf seine Rückkehr wartete, wusste ich, das er mich beobachtete. das er mich im Blick hatte um sicherzustellen, das es mir gut ging. Natürlich auch, weil ihn der Anblick erregte. Er kam mit zwei Tellern zurück, setzte sich auf die Couch und befahl mir nach oben zu kommen. So saß ich auf dem Boden vor ihm und sollte essen. Er steckte sich die kleine Schlaufe am Ende meines Halsbandes um seinen Zeh und zog mich so runter zum Teller während er seinen Crepe schön mit Messer und Gabel aß. Ich konnte es nicht tun, wollte aber auch nicht „Stop“ sagen. Sinn und Zweck unserer Sessions ist es ja, mich an meine Grenzen und darüber hinaus zu führen. Er spürte meinen Widerwillen und fasste mich behutsam an der Schulte an. Und da war es wieder: dieses Gefühl von unglaublicher Sicherheit und Geborgenheit. Ich aß also brav auf. Später musste ich die Teller noch abräumen. Dies gestaltete sich also äußerst schwierig, da meine Arme natürlich nach wie vor auf dem Rücken gefesselt waren. Und ich musste die Teller auch sauber machen. Mit meiner Zunge. Nutella abzulecken ist gar nicht so einfach, wenn man diese nicht festhalten kann und er selbstverständluch mit Absicht extra viel gekleckert hat… Ich gehe davon aus, das ich demnächst in einem Dienstmädchen Outfit stecke – das scheint ihn irgendwie anzumachen. Da ich ja erstmal für jeden Spaß zu haben bin, werde ich das einfach mal mitmachen und dann entscheiden, ob mir das Spaß macht.

Von dem Knebel mit dem Ring erzählte ich ja schon. Wenn ich diesen trage, kann er seinen Schwanz ganz nach belieben in meinen Mund stoßen. Da er nach „Marke Eigenbau“ aussieht, habe ich ihn einfach mal gefragt, wie er das Ding zusammen gezimmert hat. Seine Antwort war doch echt, das er eigentlich dachte, er bräuchte einen gößeren Ring für seinen Schwanz und das er auch schon im Baumarkt gewesen sei….Haha! Es stellte sich raus, das er die perfekte Größe hat und wieder einmal, das Ihr Jungs Euch manchmal maßlos überschätzt! Aber das nur am Rande. Davon abgesehen hat er tatsächlich einen schönen Schwanz. Genau die richtige Länge und enorm dick. Genau wie ich es mag.

Bisher lernte ich Männer kennen, die entweder intellektuell gesehen ODER im Bett perfekt waren. Selten bis nie traf ich einen Mann, der mich sowohl geistig als auch sexuell stimulieren konnte. Der Typ vom letzten Jahr war zuckersüß, hatte einen hohen entertainment Faktor, war aber leider im Bett eine Niete. Na, das kann ich noch nicht mal sagen, denn er mochte keinen Sex. Er mag keinen Sex…Unfassbar. Die Jahre davor habe ich immer nur so rumgefickt, traf nie einen Mann bei dem ich dachte das mehr daraus werden könnte. Sie waren langweilig, streckenweise dumm. Uninteressiert und uninteressant. Vielleicht lag das auch daran, das ich noch nicht bereit war und erst durch den Jungen letztes Jahr gemerkt habe, das ich nun doch bereit bin Gefühle zu geben und zu empfangen.

Jetzt laufe ich Gefahr, mich zu verlieben. Der Sex ist so intensiv, das ich noch nicht einmal überrascht sein kann über meine Gefühle. Und er? Wenn jemand so dominant ist, muss er gleichzeitig enorm empathisch und sensibel sein. Und da er das ist gibt es kaum etwas, was ich vor ihm verstecken kann. Egal was ich sage, er durchschaut es. Die Folge ist klar: Ich fühle mich verstanden, mein Körper schüttet einen Riesentopf Hormone aus und ich bin verliebt. Außerdem ist er klug, ein Nerd, ein Geek mit vielen verschiedenen Interessen und Hobbys. Ihm geht es mit mir aber genauso, doch weiß ich nicht, ob das nun gut oder schlecht ist. Ich kenne mich und weiß deshalb, das ich ihn häufiger sehen will, sollten meine Gefühle zu ihm stärker werden. Das jedoch kann und will er nicht. Er hat einen ordentlichen Beruf (JaHa! nicht so wie ich…) und nebenbei noch eine kleine Firma. Er wolle „aus Prinzip“ keine Beziehung eingehen, keine Verpflichtungen. An sich okay für mich, wenn ich denn mit meinen Gefühlen klar komme. Das er ebenso Gefühle für mich entwickelt (hat) liegt auf der Hand. Wir reden viel. Auch deshalb habe ich vielleicht Angst. Selbst wenn (ein soooo schönes Wortspiel derzeit!) er sich zeitlich auf mich einlässt: bin ich bereit? Beziehungsweise: bin ich bereit, mein Leben zu ändern? Werde ich erwachsen?

Gibt es keine Pillen gegen so was? Ich möchte noch so viel mit ihm ausprobieren, doch spüre ich, das sich gerade etwas verändert. Ich habe Angst, das ich nicht mehr so gelöst sein kann, wenn Gefühle im Spiel sind, habe Angst, das ich ihn dann wieder komplett verliere. Ich solle mir keinen Kopf machen sagt er. Na, der hat leicht reden! Macht Ihr Jungs Euch wirklich keinen Kopf oder sagt Ihr das nur um uns in Sicherheit zu wiegen und um keine „Schwächen“ zugeben zu müssen? Wie soll ich denn meinen Kopf ausschalten?

Mittlerweile kann ich auch echt gut bei ihm schlafen. Am Anfang war das schwierig – weil er so groß ist, nimmt er fast das komplette Bett ein. Da ist überall Körper! Überall ein Arm, Bein, Rücken, so viel Haut die liebkost werden möchte. Ich wusste nicht, wohin mit mir. Jetzt schlafen wir einfach ganz eng umschlungen ein. Und wachen auch genau so auf. Es gibt nichts, was ich vor ihm verstecken könnte oder wollte. Gerade am Anfang machen sich Frauen ja gerne mal Gedanken über ihr Äußeres – in meinem Fall ist der Bauch die Schwachstelle. Ich habe tausendfach versucht, diesen Bauch vor einem Mann zu verstecken. Das ist natürlich Quatsch und ein erfolglose Unterfangen, dennoch versuchte ich es immer wieder. Jetzt ist es völlig egal. Er findet mich „scharf“ und „sexy“. Gleichzeitig bin ich „seine Süße“. Ich bin seine Königin. Trägt mich auf Händen, so dass ich schwebe. Mich in ihn hineinzurollen nach einer langen Session ist das Größte. Bin ich bei ihm, habe ich Urlaub. Ich erhole mich von dem ganzen Stress, komme runter und ganz bei mir an. Meine Kollegen freut das sehr, müssen sie doch jetzt weitaus weniger unter mir leiden. Ich bin tiefenentspannt und finde meine innere Balance.

So. Und jetzt gehe ich mal duschen, mich rasieren, schick anziehen und dann ab in den Urlaub!

~ von sexcapaden - Juni 10, 2012.

2 Antworten to “Der Meister und seine Königin”

  1. Maulsperre ;O

  2. Eine Warnung als Bildunterschrift wäre nett gewesen! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: