Bettleben vs. Berufsleben
Also, da war ich gestern Abend mit meiner besten Freundin Hanna bei unserem gemeinsamen Bekannten Andy. Andys bester Freund Mike war auch dort und wir haben alle eine ziemlich wilde Nacht verbracht. Na ja, so wild nun auch wieder nicht, wir sassen einfach nur die ganze Nacht zusammen, haben geredet und getrunken und es war einfach „nett“. natürlich kamen wir irgendwann auch au mein Thema zu sprechen – Ficken. Ich hatte Andy in einem Anfall von Wahnsinn von meiner Darkroom Geschichte erzählt, der es natürlich sofort dem Mike, den ich bis gestern noch nie gesehen habe, mitteilen musste. So sprachen wir also über Sex, es kam wie immer: Ich wurde ausgefragt. Wo ist hier ein Swinger Club? (keine Ahnung, war noch nie in einem) Wie ist das Kit Kat? (super, vor allem, wenn Du als Pärchen hingehst) Wie und was ist das Insomnia? (so ähnlich wie ein Swinger Club…. Moment, es IST einer, also muss ich Antwort 1 zurück nehmen) Wie viele Männer hatte ich? (geht Euch einen Scheiss an) Und, meine Lieblingsfrage: Bist du eigentlich lesbisch und wie machen Mädchen das genau? (Nein, nicht lesbisch und Mädchen ficken genauso wie ein Mann und eine Frau nur ohne Schwanz, einfach, oder?)
Als wir uns dann doch irgendwann mal zum Schlafen hinlegten, meinte der Mike die ganze Zeit, ich solle doch mal den Andy ein wenig missbrauchen, so dass er das dann wiederum filmen könnte. Nein, ich hatte keine Lust Andy zu verführen und ich hatte vor allem keine Lust, den Andy zu missbrauchen. Wann werden die Herren der Schöpfung eigentlich mal verstehen, dass es im Bett genau andersrum läuft?! Ich bin im echten Leben stark, selbstbewusst, weiss, was ich will und wie ich es erreiche. Ich bin laut, präsent. Wenn ich einen Raum betrete, weiss jeder, dass ich jetzt dort bin. Ich könnte ganz einfach in einem Geschäft etwas klauen, weil die Leute glauben würde, ich arbeite dort. Man sieht mich, man bemerkt mich. Das heisst aber nicht, dass ich meine Freunde und Beziehungspartner unterdrücke. Meine Männer standen nie unter meinem Scheffel. Auch hatte ich noch nie richtig Lust, im Bett den Ton anzugeben. Im Bett will ich geführt werden, verführt werden. Ich will, dass der Mann sagt, was und wie es läuft. Ich will unten sein, kann nicht sagen, was passiert. Ich will, dass der Mann mich dominiert, sowohl emotional als auch körperlich als auch sexuell. Ich will sein Spielzeug sein, in seinen Händen schmelzen. Ich will ihm unterworfen sein, seinen Worten folgen. Meine Lust kommt durch seine Dominanz, kommt dadurch, dass kein Widerspruch meiner Seite geduldet wird. Eben das genaue Gegenteil von meinem alltäglichem Leben. Ist doch klar! Habt Ihr Euch schon mal angesehen, wer zu einer Domina geht? Das sind auch zumeist irgendwelche Business Männer, Geschäfte Macher, die im Berufsleben den Ton angeben. Gerade solche Menschen brauchen im Bett, beim Ficken einen Ausgleich. Nur einmal, ein einziges Mal will ich nicht diejenige sein müssen, die Entscheidungen trifft. Nur einmal will ich, dass mir alles abgenommen wird, alles Denken, Handeln, Entscheiden. Nimm es mir ab, ich lege es in Deine Hände. Tu mit mir, wie Dir beliebt.
Und habt Ihr Euch andererseits schon mal angesehen, wer gerne den dominanten Part im Bett übernimmt? Genau, da haben wir’s doch.
Also: weiter lustig ficken, aber nicht vergessen, was wir auf der Strasse, im Büro, im Café sehen, ist doch nur Fassade.






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